Strukturelemente des Kollegs

Basislager:
Veranstaltungen, in denen alle Teilnehmer gemeinsam sind, z. B. die Lernwerkstatt I, das jährliche Theaterprojekt, die Vor- und die Nachbereitungszeiten z. B. für die Expeditionen, aber auch die Zwischenzeiten wie die Pausen und Mahlzeiten.
Expeditionen:
Dreimal im Jahr finden für etwa 4 Wochen keine Veranstaltungen am Kolleg statt, denn die Teilnehmer sind auf Expeditionen. Diese Exkursionen sind wesentlicher Bestandteil des individuellen Lernweges. Es können sein: Praktika, Sprachstudien, Mitarbeit in einem Atelier, Hilfseinsätze, Schulbesuch im Ausland etc. Unterstützt von einem Mentor, plant jeder Kollegiat seine Expeditionen selbst, dokumentiert sie und wertet sie aus.
Individueller Lernweg:
Der Kollegiat ist für seinen Lernweg selbst verantwortlich. Dies soll dadurch ermöglicht und unterstützt werden, dass jeder Teilnehmer zu Beginn eine möglichst detaillierte Zielsetzung erarbeitet und seine Voraussetzungen bzgl. dieser Ziele festhält. Anschließend soll er seinen Lernweg im Einzelnen planen und auch seine besonderen Wünsche und Erwartungen an das Kolleg artikulieren. Diese Planung stimmt er mit seinem Mentor ab. Sie soll regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Schließlich soll am Ende das Erreichte im Rahmen des Abschlusses sichtbar gemacht werden. Von jedem Kollegiaten wird erwartet, dass er die übende Auseinandersetzung mit einer Kunst in sein Studium integriert.
Lernen in Gruppen:
Lernwerkstätten
Das sind Veranstaltungen, die sich inhaltlich und im zeitlichen Rahmen am Epochenunterricht der Waldorfschule orientieren. Sie werden von fachlich und methodisch qualifizierten Persönlichkeiten geleitet.
Lernen durch Praxis
Einige Kollegiaten wollen überwiegend durch praktische Tätigkeit in verschiedenen Projekten lernen. Die Projekte haben ihren Ort in der Schule und in der näheren Umgebung der Schule. Diese Teilnehmer bilden eine besondere Gruppe und werden von einem Anleiter in ihren Projekten begleitet und unterstützt. Der Tag beginnt für sie mit der Lernwerkstatt I. Anschließend gehen die Teilnehmer an ihre Arbeitsstelle. Der Zeitplan ist dabei so ausgestaltet, dass sie an allen Veranstaltungen des Basislagers teilnehmen können.
Fach- und Sprachkurse
Dies sind vor allem die Kurse in Fremdsprachen, Mathematik und Deutsch. Es gehören aber auch andere Kurse wie Informatik dazu. Sie werden z. T. in Kooperation mit anderen Bildungsträgern der Region durchgeführt.
Trainingskurse
Sie dienen dazu, Lernstoff zu wiederholen oder sich in einzelnen Fächern Basiswissen (z. B. im Hinblick auf die staatlichen Abschlüsse) anzueignen. Unter dem Begriff Trainingskurse sind Kurse zu unterschiedlichen Themen und Zielsetzungen und mit unterschiedlichem Leistungsniveau zusammengefasst. Gemeinsam ist ihnen, dass die Teilnehmer einzeln für sich in ihrem persönlichen Lerntempo arbeiten.

Begleitung durch Mentoren

Mentoren sind Persönlichkeiten aus dem Umkreis des Kollegs (Lehrer, Dozenten, Eltern, Freunde), deren Kompetenz, junge Menschen zu beraten, nachgewiesen ist. Mentoren verpflichten sich, mit anderen Mentoren im Team zusammenzuarbeiten. Das schließt eine regelmäßige Fortbildung ein. Jeder Kollegiat wählt zu Beginn seiner Studienzeit seinen Mentor. Dessen wesentliche Aufgabe ist es, dafür Sorge zu tragen, dass sein Kollegiat seinen Lernweg genau plant und alle Entscheidungen möglichst gut und möglichst verantwortlich reflektiert.

Vernetzung

Der Kolleg ist als Bildungseinrichtung in vielfacher Weise mit der „Umgebung“ vernetzt.