Werkstatt Inklusion

Seit ihrer Gründung 1995 sammelt die Windrather Talschule im Leben und Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung Erfahrungen in Inklusiver Pädagogik. Daran wollen wir andere durch Weiterbildung teilhaben lassen.

Schule ist jedoch nie fertig. Deshalb ist Weiterbildung für uns nicht Weitergabe gesicherten Wissens, sondern eine Form der Mitarbeit an einem spannenden Prozess.

Ins Zentrum der Weiterbildung stellen wir die Auseinandersetzung mit den menschenkundlichen Grundlagen der Inklusion und die Erfahrung, wie substanzbildend eine offene, fragende Haltung in der Begegnung mit dem Anderen für den Umgang mit Heterogenität und Vielfalt ist. Wir untersuchen die Lebensprozesse in ihrer Bedeutung für die Bildung einer sich lebendig entwickelnden Lerngemeinschaft, in der sich alle aufgehoben fühlen können und wir wollen die im Tierkreis repräsentierte Vielfalt der Lebensstimmung, Begabungen und Willensprofile für das Verständnis Inklusiver Pädagogik fruchtbar machen.

Mit der Erarbeitung dieser Grundlagen wollen wir dazu beitragen, die Textur des gemeinsamen Lebens und Lernens besser „lesen“ zu können. So, und nicht aus einem vorgefassten Konzept, wollen wir herausfinden, wie wir den Kindern mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen in differenzierter Weise in der Gemeinschaft und einzeln gerecht werden können. Die Momente, in denen wir die inklusive Pädagogik als geglückt empfinden, halten wir als Material für die Weiterarbeit fest.

Die Teilnahme an unserer Weiterbildung schließt die Mitarbeit in Konferenzen und Seminaren sowie Hospitationen in den Klassen unserer und anderer inklusiv arbeitenden Schulen ein. Wir bauen auf Mitgestaltung durch eigene Forschung der Teilnehmenden.

Die Weiterbildung ist zunächst auf ein Jahr ausgelegt. Sie beginnt mit einer Kompaktwoche zum Kennenlernen und zur gemeinsamen Planung der Arbeit. Über das Jahr verteilt finden Seminarwochenenden statt.

Wir wenden uns an Lehrerinnen und Lehrer, die in der Praxis stehen sowie an Studierende, für die die Teilnahme Teil der Ausbildung ist. Auf Wunsch kann die Unterstützung in der eigenen Schulsituation vereinbart werden. Um im weiteren Erfahrungsaustausch zu bleiben, sollen sich an das Weiterbildungsjahr regionale Treffen anschließen.

Die besondere Form unserer Arbeit bedingt, dass wir die Weiterbildung nicht allgemein ausschreiben, sondern Interessierte bitten, sich schriftlich bei uns vorzustellen. In einem anschließenden Gespräch wollen wir die gegenseitigen Erwartungen klären und feststellen, ob wir die Zusammenarbeit anstreben sollten. Die Einzelheiten über Termine, Kosten, Verpflegung und Unterkunft können Sie unter b.blaeser33@gmx.de erfragen.