Windrather Talschule

Für Interessenten haben wir eine Broschüre erstellt, welche die wichtigsten Informationen über die Windrather Talschule enthält. Diese können Sie als PDF-Datei herunterladen und mit einem Programm wie Acrobat Reader darstellen.

Info PDF zum herunterladen

Des weiteren finden Sie unten weitere Punkte, die über unsere Schule Auskunft geben.

Bk1
Bk2
Bk3
Bk4

Betreuung
Die Windrather Talschule bietet eine verlässliche Betreuung der Schülerinnen und Schüler von 7.30 Uhr bis 16.00 Uhr an. Der Unterricht in allen Klassenstufen beginnt um 8.00 Uhr und schließt für die jungen Schulkinder (bis 5. Klasse) um 13.00 Uhr, für die Schülerinnen und Schüler bis Klasse 10 um 15.00 Uhr. Anschließend bieten wir eine Betreuung in der offenen Ganztagsschule für die Nachmittagszeit an. In fast allen Klassen findet sich eine Teamarbeit in der Klassenführung.

Verpflegung
Seit Gründung der Windrather Talschule im Jahre 1995 wird großer Wert auf die Ernährung der Kinder während der Schulzeit gelegt. In enger Zusammenarbeit mit den biologisch-dynamisch arbeitenden Höfen im Windrather Tal bieten wir für alle Schülerinnen und Schüler ein tägliches Frühstück an, das aus warmen Getränken, vielfältig belegten Broten sowie Obst und Gemüse besteht. Mittags bereitet unser Koch ein schmackhaftes Mittagessen für alle Kinder und Jugendlichen zu, die über den Mittag hinaus in der Schule bleiben, sowie für Lehrer und Familien, die dieses Angebot nutzen möchten. Das Frühstück nehmen die Kinder im Kreis ihrer Klasse ein, so dass es zur täglichen Gewohnheit wird, nicht nur miteinander zu lernen, sondern auch miteinander zu essen. Das Mittagessen kann in unserem hellen und farbenfrohen Speisesaal eingenommen werden.

Die Küche der Windrather Talschule wurde 2015 als „Pionierküche“ für ihre regionale und biologische Ausrichtung vom NRW-Ministerium ausgezeichnet und gewürdigt.

Abschlüsse an der Windrather Talschule und dem ihr angeschlossenen Berufskolleg

Jeder Schülerin und jedem Schüler ein individueller Abschluss
Ein zentrales pädagogisches Ziel der Windrather Talschule und des ihr angeschlossenen Berufskollegs ist die Erziehung zur Selbständigkeit auf individuellen Lernwegen. Dies wirkt sich natürlich auch unmittelbar auf die Abschlüsse aus. Nicht die Schule bestimmt die Art der Abschlüsse, sondern jede und jeder Jugendliche wird auf dem Weg zu ihrem und seinem Abschluss begleitet.

Voraussetzung dafür ist die schon in Unter- und Mittelstufe angelegte Möglichkeit, mit zunehmendem Alter eigene Wege zu gehen, Selbständigkeit zu erproben und dadurch auch zu üben. Das bezieht sich auf ganz verschiedene Bereiche wie Mathematik, Sprachen oder das Leben in sozialen Bezügen des Alltags und dementsprechend auf sehr unterschiedliche Kompetenzen.

In der Oberstufe wird dies auf der Grundlage des Gemeinsamen Lernens in den Hauptunterrichtsepochen, Projektarbeiten, Trainingskursen, in der künstlerische Arbeit und den „Expeditionen“ in das außerschulische Leben ausgebaut. Eine starke Differenzierung führt dazu, dass immer wieder in sehr kleinen Lerngruppen gelernt werden kann.

Am Ende jedes Lernwegs steht ein Abschluss. Frühzeitig werden die SchülerInnen bei der Entscheidung bezüglich des angestrebten Abschlusses von ihren Mentoren beraten. Teils werden die Abschlüsse intern, teils extern erworben.

Interne Abschlüsse
Die Windrather Talschule sieht sich in der Verantwortung, das Lernangebot so zu gestalten, dass jede Schülerin und jeder Schüler den ihr und ihm möglichen staatlichen Abschluss erreichen kann. Da unsere Schule in den ersten 11 Jahren kein „Sitzenbleiben“ kennt, wird es im Einzelfall möglich sein, ein zusätzliches Jahr im Anschluss an die 11. Klasse zu bleiben.
Folgende staatliche Abschlüsse können intern nach den auch für andere Waldorfschulen geltenden Regelungen erworben werden:

Windrather Talschule:
Hauptschulabschluss
Hauptschulabschluss nach Klasse 10
Fachoberschulreife
Berufskolleg:
Fachhochschulreife

Der Hauptschulabschluss kann an Waldorfschulen nach der 10. oder 11. Klasse aufgrund der im Unterricht erbrachten Leistungen vergeben werden.
Bezüglich des Erwerbs der sogenannten mittleren Abschlüsse gab es sowohl an staatlichen Schulen als auch an Waldorfschulen vor ein paar Jahren einige Veränderungen. Die Abschlüsse der Sekundarstufe I werden an Waldorfschulen ab 2009 über zentrale Prüfungen vergeben. Das heißt konkret, dass die SchülerInnen, die an Waldorfschulen den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 anstreben, am Ende der 11. Klasse jeweils in den Fächern Mathematik, Deutsch und diejenigen, welche die Fachoberschulreife anstreben, jeweils in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch eine für ganz NRW zentral gestellte Abschlussklausur schreiben müssen.

Im Anschluss daran kann im angeschlossenen Berufskolleg für Sozial- und Gesundheitswesen innerhalb von zwei Jahren die Fachhochschulreife erworben werden. Dies ist, obwohl das Berufskolleg eine fachliche Ausrichtung hat, ein allgemeiner Abschluss, mit dem man jeden Studiengang einer Fachhochschule unabhängig von der Fachrichtung absolvieren kann. Anders als in den vorherigen Klassen ist jedoch zum Besuch des Berufskollegs eine Eingangsvoraussetzung, die Fachoberschulreife (ohne Qualifikationsvermerk) notwendig. Die Prüfungsklausuren werden jedoch nicht wie bei den mittleren Abschlüssen und beim Abitur zentral, sondern von den unterrichtenden Kollegen gestellt.

Im Rahmen unserer Oberstufen-Konzeptarbeit arbeiten wir daran, dass wir in Zukunft auch wieder einen schulinternen, dem früheren Talkollegabschluss ähnlichen, schülerorientierten Abschluss ermöglichen können.

Externe Abschlüsse
Abgestimmt mit Waldorfschulen in der Umgebung wird im Windrather Talkolleg – erleichtert durch die kleinen Lerngruppen – auch auf das

Abitur
vorbereitet. Der Übergang zur Nachbarschule ist in der Regel nach der 11. Klasse vorgesehen und wird individuell begleitet. Hierzu stehen die einzelnen Kollegen im Kontakt mit den Fachkollegen der jeweiligen Waldorfschule, in denen unsere Schüler dann im 12. Und 13. Schuljahr auf das Abitur vorbereitet werden.
Seit dem Jahr 2008 nehmen die Schüler aller Waldorfschulen in NRW am Zentralabitur teil. Dies bedeutet, dass sie in drei der vier schriftlich geprüften Fächer als Abiturprüfung eine zentral gestellte Klausur schreiben müssen. Die Prüfungsaufgaben einer schriftlichen und der beiden mündlichen Prüfungen werden wie zuvor von den unterrichtenden Kollegen gestellt.

Für das Kollegium,
Anne Schnitzler
Information zur ZP 10 ab 2010 können Sie als PDF-Datei herunterladen.

Inklusion – eine Schule für alle

Die Windrather Talschule versteht sich als eine Schule, in der Kinder mit sehr verschiedenen Begabungsprofilen gemeinsam lernen können. Die unterschiedlichen Begabungen für eine gemeinsame Arbeit fruchtbar werden zu lassen gehört zu den Herausforderungen, denen sich Lehrerinnen und Lehrer an der Windrather Talschule täglich stellen. Das führt dazu, dass Kinder mit zum Teil hohen intellektuellen Begabungen und Kinder mit Körperbehinderungen oder mit Förderschwerpunkten im Bereich der emotionalen oder geistigen Entwicklung sowie des Lernens gemeinsam und miteinander lernen. Waldorfpädagogik geht von der Voraussetzung aus, dass in jedem Menschen, und damit auch in Menschen mit einer schweren Behinderung, ein gesunder Persönlichkeitskern lebt, der durch künstlerische Gestaltung auch intellektuell anspruchsvoller Unterrichtsinhalte angesprochen werden kann. So lernen Kinder mit und ohne Behinderung in den allermeisten Unterrichten gemeinsam. Erst in den höheren Klassen, und insbesondere zur Vorbereitung auf die staatlichen Abschlüsse, können je nach Klassenzusammensetzung Fördergruppen eingerichtet werden.

Integration oder Inklusion?

Laden Sie sich hier die Vortragstexte eines WTS-Kolloquiums zum Thema „Integration als Ausgangsidee neuer Schulkonzepte“ herunter.
Impressionen zum Inklusionskongress Berlin September 2013

Fotoserie hier.

Interviews zur Inklusion hier.

Interview mit Matthias Braselmann zur Inklusion hier.

Die Offene Ganztagsschule „Ogata“ an der Windrather Talschule möchte den Schüler/innen derKlassen 1 bis 5, auf Anfrage auch Klasse 6 eine Umgebung bieten, in der sie sich körperlich, seelisch und geistig entwickeln können. Dafür brauchen die Kinder kontinuierliche liebevolle Begleitung.

Damit es zu individueller Selbstfindung kommen kann, muss die Befriedigung der Grundbedürfnisse des Kindes gewährleistet sein: Zuneigung, Geborgenheit, Anerkennung, Ernstgenommensein, aber auch begründete Einschränkung und Autoritätserleben sind für Schulkinder wichtig. So gestalten die Erzieher ihre Arbeit nicht primär unter lernpädagogischen Gesichtspunkten.

Die Inklusion,
gerade im Spiel, beim Genuss gemeinsamer Mahlzeiten und in der freien Beschäftigung ist ein grundlegend wichtiger Bestandteil unseres Zusammenseins in der Ogata. Gerade hier kann das Verbindende unseres auf Gemeinschaft ausgerichteten Menschseins und unser Interesse am Du, das uns gegenüber steht, über alle individuellen Unterschiede hinweg gelebt werden.

Die Offene Ganztagsschule bietet den Kindern einen Rahmen, Rhythmen und Gewohnheiten, die Sicherheit geben. In Geborgenheit und familiärem Rahmen, durch Erzieher, die den Kindern schon lange vertraut sind und eine feste Gruppe bietet sich den Kindern ein soziales Übfeld, in dem sie sich sicher fühlen können. Die Ogata ist auch ein Ort, wo Kinder den Freiraum zu kreativem, phantasievollem Spiel finden, sowie Möglichkeiten, sich auch aus der großen Gruppe zurück ziehen zu können.

Der Tagesablauf
Nach der gehaltenen Klassensituation verlangen die Schüler/innen nach Freiheit, Bewegung, Nichts-Tun-Müssen, Spielen, auch mal Laut-Sein. Es ist wie wenn der ruhige Fluss nun über Stufen strömt und im Herunterplätschern Sauerstoff aufnimmt. Danach wünschen wir uns, dass das Flüsschen in einen ruhigen See mündet: Das Mittagessen soll die Möglichkeit bieten, sich gegenseitig wahrzunehmen in einer Runde von Kindern verschiedener Unterstufenklassen.

13.00 Uhr: Bewegtes Ankommen mit der Möglichkeit, Rohkost zu sich zu nehmen und beim Tischdecken zu helfen.
13.10 – 13.40 Uhr: Mittagessen für die Schüler/innen der Klassen 1 – 6, bei Bedarf aufgeteilt auf zwei Räume.
13.40 – 14.00 Uhr: Zeit für Hausaufgaben,Vorlesen, Spielen auf dem Schulhof und in den Klassenräumen.
14.00 – 15.00 Uhr: Kreatives Angebot, freies Gestalten, Spiele. Am Schluss Zeit für Kekse.
15.00 – 16.00 Uhr: Zeit für Hausaufgaben, kleine Spiele.
Ab 16.00 Uhr: Aufräumen.

Die Offene Ganztagsschule ist Montag – Mittwoch bis 16.30 Uhr geöffnet; am Donnerstag und Freitag ist bis 16.00 Uhr geöffnet. An Tagen, an denen das Unterrichtsende früher als 13.00 Uhr ist, schließt sich die Ogata mit ihren Öffnungszeiten direkt an.

Die kreativen Angebote der Ogata
Den Jahreszeiten und -festen entsprechend bieten wir den Kindern kreative Tätigkeiten an: Das betrifft das Dekorieren unseres Raumes, Spielen, Gestalten und Erfinden am Deilbach während der warmen Jahreszeit, textiles Gestalten eher in der kalten Jahreszeit, Malangebote mit verschiedenen Materialien, Plastizieren.

Für Bewegungs- und Ballspiele und Fahren mit Inline-Skates steht uns der Schulhof zur Verfügung. Auf bestimmten Kletterbäumen üben die Schüler/innen ihre Geschicklichkeit, und der hintere Teil des Schulhofs rund um die Schmiede bietet die Möglichkeit zu freiem Spiel.

An zwei Nachmittagen bietet die Waldorfpädagogin Nele Christiane Roth Singen und Spielen in kleinen Gruppen sowie Leierunterricht an.

Ferienregelung
Während der Schulferien ist die Ogata jeweils für die Hälfte der Ferienzeit täglich von 8.00 – 16.00 Uhr geöffnet: In den Oster- und Herbstferien in der ersten Ferienhälfte, in den Weihnachtsferien ab dem ersten Werktag im Neuen Jahr und drei Wochen in den Sommerferien. Wir bereiten in dieser Zeit die Mahlzeiten gemeinsam zu, machen Ausflüge in die Umgebung, insbesondere zu Hof Dickten, wo Mitarbeit und Spielen möglich ist, backen im Backhäuschen und spielen auf dem Schulhof und am Deilbach.

Dieser Text wird gerade überarbeitet!

Die Windrather Talschule ist eine Ersatzschule in freier Trägerschaft. Das bedeutet, dass das Land Nordrhein Westfalen 87 % der staatlich anerkannten Kosten (Personal-, Raum- und Sachkosten) übernimmt. Die Verwaltung dieser Mittel sowie der restlichen 13 %, die durch Förderbeiträge der Eltern und Freunde der Schule aufgebracht werden müssen, übernimmt der Windrather Talschule e. V. Für unsere Schule bedeutet das, dass die Schulleitung sowie sämtliche Gremien der Schule in ehrenamtlicher Tätigkeit von Lehrern und Eltern besetzt werden. Daraus ergeben sich reichhaltige Möglichkeiten der Zusammenarbeit in pädagogischen, verwaltungsmäßigen und schulgestalterischen Fragen. Darum sprechen wir von einer Eltern-Lehrer-Trägerschaft der Schule. Eine Zusammenarbeit in einer Atmosphäre gegenseitigen Respekts und gegenseitiger Unterstützung ist über die Jahre gewachsen. Sie bietet Eltern und Lehrern die Möglichkeit, sich langjährigen Projekten anzuschließen (z. B. Baukreis oder Finanzkreis) oder neue Arbeitsfelder zu eröffnen (z.B. der Eltern-Lehrer-Begegnungsraum zum freien Erfahrungsaustausch). Die Ermittlung des Förderbeitrags, mit dem jede Familie sich an den erforderlichen Eigenmitteln beteiligt, obliegt dem Finanzkreis. Als durchschnittlicher Richtbetrag gelten 200,– € pro Monat und Familie. Die Festlegung der jeweiligen Höhe erfolgt in persönlichen Finanzgesprächen mit Mitgliedern des Finanzkreises.

Hof Dickten

Hof Dickten gehört als kleiner Gärtnerhof zur Windrather Talschule dazu. Gemüse, Obst und Kräuter werden dort gezogen, es gibt Schafe, Ziegen, Schweine und Hühner. Vor allem die unteren Klassen helfen über viele Wochen des Jahres, die nötigen Arbeiten zu erledigen. Da werden die Ställe ausgemistet, die Tiere gefüttert, es wird umgegraben, gesät und gehackt. Die Äpfel werden im Herbst zu Apfelsaft verarbeitet, die Schafe geschoren, die älteren Schüler verarbeiten die vom Sturm umgestürzten Bäume zu Feuerholz. In der 4., 5. und 6. Klasse wachsen dann allmählich die Spezialisten heran. So trifft sich seit längerem eine Gruppe von Jungen zweimal wöchentlich, um die Schweine in den Wald zu treiben. Andere Kinder übernehmen in den Ferien besondere Pflegedienste für die anderen Tiere und manch eine kleine Kräuterhexe hat hier schon viele Stunden zwischen Thymian und Salbei verbracht, Öle und Salben produziert und die ungewöhnlichsten Salatkreationen auf den heimischen Tisch gezaubert.