• Austausch mit Russland

    Austausch mit Russland

    Juni 2016:

    Die erste Russland-Fahrt

    RÜCKBLICK:

    Die Fahrt nach Kostroma – eine exklusive Möglichkeit, das Land von innen kennen zu lernen.

    Das erste Mal – und es war für unsere Schüler spannend. Vor der Fahrt wurden tausende Fragen gestellt und geklärt, die Neugier und Aufregung vor der Begegnung steigen …

    Nach einem langen Reiseweg aus Düsseldorf nach Kostroma über Moskau wurden die Austauschteilnehmer am Abend des 14.06.2016 von den Gastfamilien abgeholt.

    Am nächsten Tag trafen sich alle in der Schule, und nach einer offiziellen Begrüßung und dem gemeinsamen Teetrinken haben die Gastgeber zunächst eine Führung durch die Räume der Schule gemacht.

    Das Programm des Aufenthaltes wurde besprochen und die Schüler haben sich in die Gruppen eingewählt, die für die Dokumentation und Präsentation der einzelnen Handwerksprojekte zuständig waren. Denn abweichend vom ursprünglichen Vorhaben wurde beschlossen, dass alle Teilnehmer die angebotenen Handwerke kennenlernen und ausprobieren werden. Dies hat sich später als sehr vorteilhaft für das Näherkommen der Schüler erwiesen, gruppen- und altersübergreifende Freundschaften kamen zustande, wobei die Austauschpartner zusammen blieben. Folgende Handwerksprojekte standen zur Wahl:

    * Tonpuppen „Petrowskaja Igruschka“: Kennenlernen der für die Kostroma-Region typischen Spielzeuge und Pfeifen aus Ton und deren Produktionsprozesse; Anfertigung eigener Arbeitsstücke.

    * Malerei auf Holz nach Kostroma-Art: Kennenlernen der Besonderheiten und Geheimnisse dieses Handwerks und die Produktionsprozesse, Anfertigung eigener Arbeitsstücke.

    * Puppen-Amulette: Kennenlernen der typischen Glücksbringer und deren „Wirkungsgebiete“, Materialien, aus den diese gemacht wurden/werden, und deren Produktionsprozesse, Anfertigung eigener Arbeitsstücke.

    * Schmuckkunst: Kennenlernen der verschiedenen Arten und Technologien dieses Handwerks und der Produktionsprozesse, Anfertigung eigener Arbeitsstücke ausgehend von den typischen Mustern und Materialien.

    Am Nachmittag des 2. Tages stand die Stadtrallye mit dem „Snegurotschka- Terem“ auf dem Programm. Kostroma gilt als Geburtsort der Märchengestalt Snegurotschka, die als Enkelin von Väterchen Frost mit ihm gemeinsam alle Kinder vor der Silvesternacht besucht. Neben vielen traditionellen Figuren der russischen Sagen und Märchen konnte man in diesem Haus – „Terem“ – auch das mit Eisskulpturen geschmückte Eiszimmer besuchen und ein spezielles Eisgetränk kosten. Für einige deutsche Schüler war dies eine Art Mutprobe.

    „Petrowskaja Igruschka“

    „In diesem Museum wurden uns alte russische Spielzeuge aus Ton gezeigt, z. B. Pfeifen oder Rasseln, meist in Tierformen. Die Tierkörper wurden getöpfert, gebrannt und dann noch bemalt. Diesen Prozess durften wir auch durcharbeiten. Die Aufgabe war, eine Pfeife in Form einer Ente zu töpfern. Jeder bekam eine Schürze, einen Platz und ein Stück Ton in die Hand. Die Ente bestand aus mehreren Teilen, die man formte und zusammensetzte. Am Ende wurde die Ente glatt gestrichen und mit Mustern verziert. Früher hatten alle Muster für die Bauern eine Bedeutung. Es gab z. B. Sonne, Ähren, Karo als Felder und mehr. Diese Zeichen wurden mit dünnen Holzstäbchen in den Ton gedrückt. Man durfte nicht ziehen, nur drücken. Bei unseren Enten durften wir frei entscheiden, mit welchen Mustern wir sie verzieren. Am Ende standen viele schön bemusterte Enten auf dem Tisch.“ (Wassilissa)

    Malerei auf Holz nach Kostroma-Art ( in einem Freilichtmuseum)

    „In dem Freilichtmuseum waren mehrere Häuser, so wie sie vor 300-200 Jahren in Russland gebaut wurden. Zum Beispiel die Rauchhütten, die so hießen, weil sie keinen Schornstein hatten, sondern einfach ein Loch im Dach. Da durch den Ruß die Wände schwarz wurden, hat man die Wände nass gemacht und den Ruß dann mit einem Messer abgekratzt.“ (Linus)

    In einem der Häuser wurde für unsere Gruppe alles vorbereitet. Jeder bekam einen Pinsel und einen hölzernen Pfannenwender, den wir nur mit 3 Farben und in für diese Region typischen Mustern bemalen durften. Dies war keine leichte Aufgabe, doch nach mehreren Übungen konnten einige Teilnehmer ihre Pfannenwender nach kostromaer Art verzieren und stolz mit nach Hause nehmen.

    Schmuckkunst – „Krasnoje selo“

    „Wir gehen mit der ganzen Gruppe in ein Juweliersmuseum, wo ein Workshop angeboten wird und wir setzen uns, um zuzuhören, wie alles geht. Wir hören, dass man 3 Jahre lernen muss, um diese Kunst zu erlernen, dann kann man eine Prüfung ablegen. Nun fangen wir an die auf einem Papier zu einem Muster zusammengelegten Kupferdrähte auf einem anderen Papier aufzukleben. Ein Meister macht es mit Gold oder Silber und klebt es nicht auf ein Blatt, sondern lötet alles zusammen. Die Einzelteile sind so winzig, dass man ohne Pinzette diese Arbeit nicht schafft. Danach kommt das Papier mit den aufgeklebten Kupferdrähten in einen Holzrahmen, den wir bekommen haben. So hatten wir ein schönes Bild. Es war ein schöner Tag, wo wir mehr über die russische Kultur gelernt haben.“ (Leander, David)

    „Domestizierte“ Elche

    Ein Erlebnis war der Besuch der Elchfarm kurz vor dem Ende unseres Aufenthalts. Greta und Marina berichten:

    „Die Elchfarm wurde 1963 gegründet. Ursprünglich sollten die Elche eingesperrt werden, um Fleisch und Milch zu produzieren und als Arbeitstiere eingesetzt werden, doch dies klappte nicht, denn ein Elch braucht 40 Ha Land und 360 verschiedene Gräser zum Überleben.

    Jetzt haben die Elche auf der Farm ein geschütztes Territorium. Sie geben Milch, wenn sie ein Kalb bekommen, das wird ihnen dann weggenommen und von den Menschen, die dort arbeiten, aufgezogen. Es ist der einzige Ort in Russland, wo man Elchmilch kaufen kann. Die Milch ist sehr gesund (und auch teuer) und kann viele Verdauungskrankheiten heilen.“

    Am Vortag der Abreise haben wir uns wieder beim Teetrinken versammelt, um die gemeinsame Zeit zu erinnern und zu reflektieren.

    Den Schülern würde angeboten, das Programm frei oder mithilfe folgender Fragen zu bewerten. Einige Antworten geben das Gesamtbild präzise wieder.

    1. Was habe ich von dem Programm erwartet? Sind meine Erwartungen in Erfüllung gegangen?

    „ Ich habe viele Kirchen mit goldenen Kuppeln erwartet und einige gesehen. Außerdem dachte ich, es sei kälter und Kostroma sei kleiner.“

    2. Was war für mich in Russland besonders auffallend?

    „Andere Busse, kleiner als in Deutschland. Keine guten Straßen, viel Fleisch.“

    3. Was hat mir in Kostroma gefallen / nicht gefallen?

    „Die vielen Kirchen und die Wolga. Die großen Plätze und die Gastfreundschaft. Nicht so schön fand ich die kaputten Straßen und die Mücken.“

    4. Was würde ich am Programm anders machen?

    „Nicht so viele Museen, länger ausschlafen zu können.“

    5. Was ist meiner Meinung nach typisch russisch?

    „Gastfreundschaft, Nationalstolz und Tee.“

    6. Was werde ich vermissen?

    „Das Schwimmen im Fluss, die Austauschpartner, das schöne Wetter.“

    Die russischen Teilnehmer haben besonders den sprachlichen Aspekt hervorgehoben. Es war leicht und angenehm zu kommunizieren, manchmal haben die Partner einander bestimmte Phänomene erklärt, die Aussprache trainiert oder neue Redewendungen beigebracht. Es hat ihnen sehr gut gefallen, dass die Gesamtgruppe fast immer zusammen war und sie hatten gemeinsam viel Spaß.

    An diesem Tag haben die deutschen Schüler ein Rhythmusspiel mit den Plastikbechern vorgeführt und haben das als „Hausaufgabe“ den russischen Partnern aufgegeben, damit die Gesamtgruppe das Spiel beim Gegenbesuch in Deutschland aufführt.

    Bei der Abreise am 24.06. 2016 wurden Taschentücher nicht sparsam gebraucht.

  • Feldmess-Praktikum

    10.Klasse aus Estland zurück

    Total übermüdet aber zufrieden und glücklich sind nach 3 Wochen frühmorgens die Schüler der 10. Klasse der WTS wieder in Langenberg eingetroffen. 60 Stunden waren sie unterwegs. Aus Estland kommend hatten sie mit dem Bus nach Riga, mit der Fähre über die Ostsee und mit der Bahn ins Ruhrgebiet etwa 2400 km zurückgelegt.
    In der Nähe von Viljandi, dem alten Fellin, haben sie auf dem Jugendhof Naatsaku gute zwei Wochen gezeltet und intensive Bekanntschaft mit Theodolit, Nivelliergerät, Winkelspiegel und Maßband gemacht. Ihre Aufgabe war es, nach einigen Vorübungen ein großes Wildgatter, einen alten Park, eine Weide und einen neu angelegten See zu vermessen und in mehreren Schritten aus den ermittelten Daten eine Karte des gesamten Gebietes zu entwickeln.
    Jeder Schüler brachte eine große vom ihm gezeichnete und farbig gestaltete Karte im Maßstab 1:500 mit nach Hause.
    Dieses Vermessungspraktikum gehört zum Lehrplan der Waldorfschule und wird von der Windrather Talschule seit mehreren Jahren in Naatsaku durchgeführt. Es wird einem unserer Mathematiklehrer geleitet und ist eine stark anwendungsbezogene Einführung in die Trigonometrie, bei der eine hohe Genauigkeit auch im Praktischen gefordert ist. Gleichzeitig wird aber auch Teamarbeit geübt und es ist viel Humor nötig, denn zeigt sich nach vielen Stunden Auswertung, dass man sich vermessen hat, heißt es: Geräte holen und nachmessen!
    Daher war es gut, dass in diesem Jahr zwei ehemalige Schüler als Betreuer mit dabei waren. Sie haben nicht nur für und mit den Schülern gekocht, sondern auch die Messgruppen, die jeweils aus drei Schülern bestanden, bei der Arbeit unterstützt. So konnte sicher mancher Fehler vermieden werden.
    Der Naatsaku Noortetalu (www.naatsaku.de) ist ein alter estnischer Hof, der für und mit Jugendlichen, die aus irgendeinem Grunde eine Auszeit benötigen, wieder aufgebaut und bewirtschaftet wird. Die Verhältnisse dort sind sehr einfach – auch das war eine Herausforderung für alle.

  • Unser Speiseraum

    Unser Speiseraum

    Speiseraumneubau

    Vor mittlerweile 7 Jahren wurde unser Speiseraumneubau fertiggestellt. In leuchtenden orangen und blauen Farbtönen waren die Wände gestrichen, selbst die Lampen brachten mit farbigen Glasscheiben Glanzpunkte in den Raum. Nun folgten noch zwei wichtige Schülerprojekte: Wir sammelten über Wochen hinweg alte, aber stabile Holzstühle und lackierten sie in Orange und Blau. Stundenlang war die Holzwerkstatt belagert, bis schließlich 60 Einzelstücke ihren Weg in den Speiseraum fanden. Zur gleichen Zeit arbeitete eine andere Schülergruppe außerhalb des neuen Gebäudeteils. Sie entwarfen, zeichneten Pläne, gossen Fundamente und bearbeiteten Eichenholzbohlen, denn an den Speiseraum sollte eine große Terrasse anschließen, auf der SchülerInnen und LehrerInnen im Sommer auch draußen ihre Mahlzeiten einnehmen. Manche bewundernde Blicke folgten den jungen Arbeitenden, die auch bei Schnee und Regen ihrer Arbeit nachgingen.

  • Zu Fuß nach Nürnberg

    5 Schüler wandern quer durch Deutschland

    Die Windrather Talschule gab den SchülerInnen des Talkollegs, das einige Jahre unsere Oberstufe darstellte die Möglichkeit eine 4 wöchige Expedition zu machen. In diesen Expeditionen konnten die SchülerInnen praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufen sammeln, mit Auflandsaufenthalten ihre Sprachkenntnisse vertiefen oder ihre ganz eigenen Projekt-Ideen verwirklichen.
    In einem Schuljahr haben sich 5 Schüler dazu entschlossen, quer durch Deutschland zu wandern und dabei möglichst wenig Geld auszugeben. „Wir wollten uns einfach mal auf eine völlig neue Situation einlassen“, erklärte Jonas. Diese abenteuerliche Exkusion brachte alle Höhen und Tiefen mit sich. Blasen an den Füßen, Sorge um einen Schlafplatz, die Suche nach dem richtigen Weg sowie der Kampf gegen die schwindende Motivation waren ständige Begleiter.
    „Unsere Route haben wir so geplant, dass wir uns immer an Flüssen Rad- und Wanderwegen orientieren konnten. Zunächst folgten wir der Ruhr bis nach Olsberg, durchs bergige Hochsauerland gelangten wir dann zum Edersee. An Eder und Fulda entlang und über Rennsteig und fränkischen Jakobsweg, zwei bekannten deutschen Fernwanderwegen gelangten wir schließlich nach Nürnberg.
    Schnell stellte sich heraus, dass nicht die sportliche Herausforderung, mit rund 25 km am Tag und 20 kg schweren Rucksäcken auf den Rücken die eigentliche Schwierigkeit waren. Viel größer war der psychische Stress. Wir hatten nie die Zeit mal für uns, ständig hatten wir irgendwelche Aufgaben zu bewältigen, sodass die Tour eigentlich eine 24-Stunden-Expedition war. Keine schützenden vier Wände um einen herum oder ein beheiztes Haus, sondern nur das eigene Zelt. Oft übernachteten wir nur in halb offenen Schutzhütten oder sogar unter Autobahnbrücken. Auch auf Toilette und Dusche musste verzichtet werden. Eins unserer Ziele war es, so wenig Geld wie möglich auszugeben, so mussten wir sparen wo wir konnten und kauften immer nur das Allernötigste. Als einer von uns an Fieber erkrankte stellte sich uns ein ungewohntes Problem in den Weg. Wir waren völlig abgeschieden, mitten im Thüringer Wald und hatten dort nur eine kleine Schutzhütte. Zudem waren wir vollkommen auf uns allein gestellt und mussten selber die Verantwortung tragen. In eine brenzlige Begebenheit gerieten wir, als wir an einem heißen Tag sämtliche Trink- und Essensvorräte aufgebraucht hatten. Als wir am Abend nach Brilon-Wald kamen, hatte der kleine Laden dort längst geschlossen und wir mussten uns unsere Nahrung erbetteln. Das war dann schon ein merkwürdiges Erlebnis, bei fremden Leuten anklingeln zu müssen und um etwas zu Essen zu bitten “ erläuterte Jan. „Insgesamt bewältigten wir innerhalb von 4 Wochen eine Distanz von über 500 km. Es war für uns ein überwältigendes Gefühl, als wir in Nürnberg ankamen, und dennoch die gesamt Strecke zu Fuß zurückgelegt hatten.
    Wir sind sehr froh, dass wir überhaupt die Gelegenheit zu solch einer aufregenden Expedition hatten und sind unserer Schule überaus dankbar, da sie unsere Idee von Anfang an unterstützt hat. Die Erlebnisse und Lernerfahrungen waren so vielfältig, dass wir in jeder Hinsicht, auch für die Zukunft, davon profitieren konnten.
    Für uns war es ein großer Schritt in die Selbstständigkeit, und neben sozialen Kompetenzen lernten wir auch, uns mit Organisation und Planungssachen auseinander zu setzen.
    Wichtig war für uns, diese Erlebnisse festzuhalten und auch anderen davon zu berichten. Deshalb haben wir uns von Anfang an vorgenommen, einen Film über diese Expedition anzufertigen, und während der Tour Aufnahmen dafür gemacht. So ist eine spannende, 80 Minuten lange Dokumentation entstanden.
    Diesen Film zeigten wir am 5. Dezember in der Windrather Talschule, die Präsentation war mit über 200 Leuten gut besucht. Im Rahmen des Abends gab es auch eine kleine Ausstellung, die interessante Einblicke in unsere Reise gab. Für das Abendbuffet hatten etwas ganz besonderes überlegt. Es gab ein Original-On-Tour Essen. Im Anschluss gab es noch eine Gesprächsrunde, in der wit die Fragen der Zuschauer diskutierten. Zu unserer Freude war die Rückmeldung zum Film überaus positiv und aufgrund der großen Nachfrage werden wir nun auch DVDs herausgeben.“

    www.naturundfreiheit.de

  • Vortrag: Kindheit und Jugend

    Vortrag von Uwe Buermann, 19.11.2009

    So lautete der Titel des Vortrags von Uwe Buermann am letzten Donnerstag. Herr Buermann ist Oberstufen- Waldorflehrer für Mathematik und Informatik in Kiel; zur Zeit schreibt er seine Doktorarbeit. In seinem kernigen und von Humor getragenen Vortrag hat er uns unsere Zeitgenossenschaft im Medienzeitalter durch eine Fülle aktueller Informationen verdeutlicht.
    Auf Wunsch einiger Eltern, die nicht dabei sein konnten, bringt der Dienstagsbrief eine ausführliche Zusammenfassung, wegen der Länge in Fortsetzung.

    Als Mitbegründer einer Initiative zur „Pflege der Sinnes- und Medienökologie“ hat er gleich zu Anfang festgestellt „Wir leben in einem Medienzeitalter, und das ist gut so!“. Und später: „Das Internet ist das Medium des Bewusstseinsseelenzeitalters, das Instrument der real existierenden Globalisierung. Es stellt mit all´ seinen in Bergen von Müll verborgenen Schätzen einen Spiegel der Menschheit dar. Uns steht es frei diese Schätze zu vermehren.“

    Sollte die Eltern-Nachfrage ergeben, dass ihr Kind bereits mit dem Müll vertraut ist („Mit jedem Mouseclick kann es geschehen“), lautet der Experten-Rat:“Gehen Sie so lange joggen oder Holz hacken, bis Sie v e r n ü n f t i g, hilfreich und ohne Schuldzuweisungen mit ihrem Kind sprechen können.“ Es geht hier um Hardcore- Pornos und die Dokumentation von brutalen Straftaten („happy slappies“), den Missbrauch des Schüler- VZ durch Pädophile. Das alles steht in einem juristisch und technisch noch vollkommen ungeschützten Raum. Ein „Password“ zum Schutz persönlicher Bilder und Daten kann mit Leichtigkeit unterlaufen werden. Mit vollem Namen im Netz dokumentierte Jugendsünden können noch in vielen Jahren bei einer Bewerbung hinderlich sein.

    Während durchschnittliche Eltern froh sind, wenn sie es schaffen, mit ihrem neu erworbenen Handy Telefonate zu führen und sich für medienkompetent halten, wenn es ihnen dann auch noch gelingt, eine SMS zu senden und die Antwort zu empfangen, entgehen ihnen meistens die vielfältigen anderen Funktionen, über die die neue Gerätegeneration verfügt und die die Kinder sofort finden: Fotofunktion, Bildtelefon (!), teilweiser oder voller Zugang ins Internet. Mit dem Internet gehen die Jugendlichen grundsätzlich anders um als die Erwachsenen – nämlich nicht am Lesen orientiert, sondern über „Links“ von Bild zu Video zu Bild… und landen ruck- zuck auf fragwürdigen Seiten, die zu finden Eltern gar keinen Suchbegriff wüssten. Ein konstruktiver Hinweis: Als erstes Handy für ihr Kind können Eltern durchaus – ohne das Kind! – ein schickes so genanntes „Seniorenhandy“ erwerben, nur mit Telefon- und SMS – Funktion!

    Reinhard Simmerling

  • Die Bayer-Science-Foundation

    Die Bayer Science & Education Foundation unterstützt die Windrather Talschule

    Bereits im März diesen Jahres erhielten wir von der o.g. Stiftung die Nachricht, dass unsere Bewerbung mit dem Projekt „Experimenteller Chemieunterricht in einer Integrationsklasse, Handicap Chemie zweifach überwinden“ den Stiftungsrat überzeugte und uns eine Spende für Anschaffungen im Bereich Chemie in Höhe von sage und schreibe € 16.500.- zukommen wird. Es kam natürlich Riesenfreude auf. Wir konnten mit dem Geld einen Mobilen Panoramaabzug anschaffen, der im Chemieunterricht ermöglicht, die Schüler hinter einer sicheren Glasscheibe an Versuchen u.a. mit Gefahrstoffen teilhaben zu lassen. Gleichzeitig ergänzten wir noch die Lagermöglichkeiten für diese Stoffe.

    Am vergangenen Dienstag fand die feierliche Preisübergabe statt. Ramon Diaz, 2 Schülerinnen der 8.Klasse und Sigrid Heiming als Vertreterin der Schulleitung fuhren zur Else-Lasker-Schüler-Schule in Wuppertal-Elberfeld, die ebenfalls einen Preis entgegen genommen haben. Dort war schon der Chemieraum festlich hergerichtet und unsere Präsentationswand aufgestellt worden. Nach den Ansprachen vom Vorsitzenden des Stiftungsrates und Wuppertals Obermeister Herrn Jung führten zunächst die Wuppertaler Schüler ein Experiment vor. Im Anschluss daran zeigten Katrin Schlömer und Meret Jochheim, wie man Branntkalk herstellt und mit Rotkohlsaft als eine Base identifizieren kann.

    Ramon Diaz, Sigrid Heiming

  • Almanach 2010

    Almanach 2010

    Auch für 2010 gab es den Almanach der Windrather Talschule. Interessenten können ihn postalisch oder telefonisch bestellen.

    Bitte wenden Sie sich an:

    Windrather Talschule
    Freie Waldorfschule
    Panner Straße 24
    42555 Velbert

    Sekretariat: Frau Mahler
    Tel.: 02052-92 64-0
    Fax: 02052-92 64-11
    Mo-Mi sowie Fr: 8:00-12:30 Uhr

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